Freiheitliche Initiativen
Anfrage
der Abg. Dr. Schnell, Blattl, Essl, Rothenwänder und Wiedermann an die Landesregierung betreffend die Vergabe von Leistungen durch die GSWB
Einem Medienbericht zufolge hat die GSWB die Sanierung ihrer Wohnungen an eine in München ansässige Firma vergeben. Die Firma tritt als Generalunternehmer auf. Diese Vergabe hat unter den heimischen Betrieben Kritik ausgelöst, weil sie darin eine Benachteiligung von Salzburger Betrieben sehen. Von der GSWB wird darauf verwiesen, dass die Beauftragung eines Generalunternehmers um 500.000,- Euro billiger sei und überdies zwei Drittel der Aufträge an heimische Subunternehmer vergeben würden.
Die unterzeichneten Abgeordneten stellen deshalb folgende
Anfrage:
1. Wie hoch ist die Auftragssumme im gegenständlichen Fall?
1.1. Wie hoch waren die Angebotssummen der anderen Bieter und wer waren diese Anbieter?
1.2. Welche Kriterien waren für die Vergabe an das deutsche Unternehmen ausschlaggebend?
1.3. Woraus resultiert der Kostenvorteil durch die Beauftragung eines Generalunternehmers im Vergleich zu einer Einzelbeauftragung?
1.4. Wie wird sicher gestellt, dass tatsächlich zwei Drittel der Aufträge an heimische Unternehmen gehen?
2. Wie hoch waren die von der GSWB vergebenen Bauleistungen seit 2004? (Es wird um eine Gliederung nach Jahren ersucht)
2.1. Wie hoch war der Anteil von Salzburger Unternehmungen an diesen Leistungen? (Es wird um eine Gliederung nach Jahren ersucht)
2.2. Wie hoch war der Anteil von österreichischen Unternehmungen (mit Ausnahme von Salzburg) an diesen Leistungen? (Es wird um eine Gliederung nach Jahren ersucht)
2.3. Wie hoch war der Anteil von ausländischen Unternehmungen an diesen Leistungen? (Es wird um eine Gliederung nach Jahren sowie Verteilung nach Ländern ersucht)
3. Wie viele Generalunternehmeraufträge hat die GSWB seit 2004 mit welchem Auftragsvolumen vergeben?
3.1. Wie viele dieser Aufträge wurden an österreichische Unternehmen vergeben und wie hoch war das Auftragsvolumen?
3.2. Sehen Sie in der Vergabe von Generalunternehmeraufträgen, eine Benachteiligung von klein- und mittelständischen Unternehmen, wenn nein, warum nicht?
3.3. Welche Strategie verfolgt die GSWB, um heimische Unternehmen verstärkt zu beauftragen?
Salzburg, 23. April 2009






