Freiheitliche Initiativen
Anfrage
der Abg. Dr. Schnell, Blattl, Essl, Rothenwänder und Wiedermann an die Landesregierung betreffend den Uran-Gehalt im Salzburger Trinkwasser
Die WHO empfiehlt für Trinkwasser einen Uran-Grenzwert von 15 μg/l. In den USA gilt ein Grenzwert von 30 μg/l. Der Leitwert des deutschen Umweltbundesamtes liegt bei 10 μg/l. Ein solcher Wert wird für einen lebenslangen Konsum als unbedenklich eingestuft. Für Säuglinge wird jedoch ein Grenzwert von 2 μg/l empfohlen. In Österreich gibt es keinen gesetzlich verbindlichen Grenzwert. Die Trinkwasseruntersuchungen haben jedoch ergeben, dass in Österreich der WHO-Richtwert durchwegs unterschritten wird. Ausnahmen stellen der Raum Retz in Niederösterreich und der Zentralraum der Hohen Tauern dar.
Die unterzeichneten Abgeordneten stellen deshalb folgende
Anfrage:
1. Wird das Salzburger Trinkwasser regelmäßig auf seinen Uran-Gehalt untersucht, wenn nein, warum nicht?
1.1. Wie hoch ist die Uran-Belastung des Salzburger Trinkwassers im Landesdurchschnitt?
1.2. Bei wie vielen Untersuchungen wurde der Grenzwert des deutschen Umweltbundesamtes überschritten und wie hoch war die Überschreitung? (Es wird um Aufgliederung nach Bezirken ersucht)
1.3. Bei wie vielen Untersuchungen wurde der WHO-Grenzwert überschritten und wie hoch war das Ausmaß der Überschreitung? (Es wird um Aufgliederung nach Bezirken ersucht)
1.4. Wie hoch war/ist der höchste gemessene Uran-Wert im Salzburger Trinkwasser?
2. Wie viele Salzburgerinnen und Salzburger werden mit Trinkwasser versorgt, dessen Uran-Gehalt über 10 beziehungsweise 15 μg/l liegt?
3. Welche technischen Möglichkeiten gibt es, einen erhöhten Uran-Gehalt im Trinkwasser zu senken?
3.1. Werden solche Maßnahmen gegebenenfalls von der Behörde vorgeschrieben, wenn nein, warum nicht?
4. Wie beurteilen Sie die gesundheitlichen Auswirkungen von Trinkwasser mit erhöhtem Uran-Gehalt?
Salzburg, 19. April 2010






