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17. Jänner 2017

FPÖ fordert Schächtungsverbot im Salzburger Landtag

LAbg. Steiner-Wieser: „Angekommen im 21. Jahrhundert muss der Tierschutz vor eine fragwürdige Praxis der Religionsausübung gestellt werden!“

  • Ein Foto von Schafen

    Foto: Neumayr

  • Ein Foto von Steiner-Wieser

    LAbg. Marlies Steiner-Wieser

Aus Sicht des Tierschutzes ist das Schächten, ob legal oder illegal, abzulehnen, denn angekommen im 21. Jahrhundert hat rituelles Schlachten, bei dem Tiere einen minutenlangen Todeskampf mit großen Schmerzen und Angst erleiden müssen, keinen Platz mehr. „Diese fragwürdige Praxis der Religionsausübung gehört gänzlich verboten und der Tierschutz muss in den Vordergrund gestellt werden!“, fordert FPÖ-Landtagsabgeordnete Marlies Steiner-Wieser. „Ein Schächtungsverbot und ein klares Bekenntnis des Salzburger Landtags dazu ist das Gebot der Stunde!“.

Werden die Grünen gegen den Tierschutz stimmen!?

Die Schächtung ist derzeit unter gewissen Voraussetzungen erlaubt. Besonders weist Steiner-Wieser auf den Paragraphen 32 Absatz 5 hin (Die Behörde hat die Bewilligung zur Durchführung der rituellen Schlachtung nur dann zu erteilen, wenn sichergestellt ist, dass die Tiere unmittelbar nach dem Eröffnen der Blutgefäße wirksam betäubt werden.): „Leider gibt es im Gegensatz zu regulären Schlachtungen beim Schächten nicht selten Fälle, in denen Tiere durch den Kehlschnitts unsagbare Qualen erleiden müssen!“, kritisiert Steiner-Wieser. „Die unmittelbare Betäubung des leidenden Tieres ist auf Grund dessen Reaktion auf die Schächtung so gut wie undurchführbar, was eindeutig gegen Paragraph 32 Absatz 1 verstößt (… darf die Schlachtung und Tötung von Tieren nur so erfolgen, dass jedes ungerechtfertigte Zufügen von Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwerer Angst vermieden wird). Der dahin gehende FPÖ-Antrag wird morgen im Ausschuss behandelt. Wir fordern darin die Landesregierung auf, sich für ein bundes- und europaweites Schächtungsverbot einzusetzen!“.

Mittelalterliche Schlachtmethoden gehören verboten!

Mehrere europäische Länder haben bereits dementsprechende Gesetze erlassen und diese grausame Praxis unter dem verfassungsrechtlichen Deckmantel der Religionsausübung verboten. „Diese brutale Art der Tötung hat in unserer Gesellschaft nichts mehr verloren. Der Tierschutz muss vor falscher Toleranz oder vermeintlich freier Religionsausübung stehen!“, so Steiner-Wieser abschließend.


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Marlene Svazek
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