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16. Februar 2017

FPÖ-Neubauer: AKW Krsko birgt enormes Gefährdungspotenzial für Österreich

Nicht Laufzeitverlängerung, die Schließung muss das Gebot der Stunde sein

Wien (OTS) - Im slowenischen Atomkraftwerk Krsko ist es erneut zu einem Störfall gekommen. Aufgrund von Problemen bei der Wasserversorgung musste die Anlage kurzfristig abgeschaltet werden.Wieder einmal habe es Unregelmäßigkeiten bei einem Ventil gegeben, das die Wasserversorgung regulieren sollte, das habe in der Folge den automatischen Abschaltmechanismus in Gang gesetzt, sagte heute der freiheitliche Anti-Atom-Sprecher NAbg. Werner Neubauer. "Der 700-Megawatt-Reaktor wurde noch im ehemaligen Jugoslawien gebaut und ist nunmehr 33 Jahre in Betrieb. Wie eine Einsichtnahme in die aufliegenden Unterlagen im Rahmen des grenzüberschreitenden SUP-Verfahrens für ein nationales Energieprogramm der Republik Slowenien schon vor einigen Jahren zutage brachte, beabsichtigt Slowenien trotz massiver Mängel beim Schrottreaktor Krsko keinesfalls eine Stilllegung der Anlage", warnte Neubauer. Vielmehr sei im künftigen Nationalen Energie Programm (NEP) geradezu "atomarer Sprengstoff" enthalten: "Während ganz Europa nach dem Super-Gau von Tschernobyl und Fukushima Ausstiegsszenarien aus der Atomkraft überdenkt, plant Slowenien gar noch die Erweiterung von Krsko als fixen Bestandteil des Energiekonzeptes. So soll die projizierte Lebensdauer des gefährlichen AKW Krsko auf mindestens 62 Jahre(!) verlängert werden, wodurch eine nahende Katastrophe fast schon vorprogrammiert ist, da Atomkraftwerke für maximal 30 Jahre ausgerichtet sind", so Neubauer.

"Obwohl sämtliche anerkannten Wissenschaftler bereits davor gewarnt haben, dass sich Krsko auf einer Erdbebenlinie befindet, beabsichtigt Slowenien auch noch den Bau eines neuen Kraftwerks an einem Standort neben dem bestehenden AKW Krsko. Und als ob das der schlechten Nachrichten nicht genug wäre, ist aus den vorgelegten Unterlagen auch noch die geplante Errichtung eines grenznahen Atomrestmülllagers zu entnehmen“, stellte Neubauer entrüstet fest. Der renommierte Risikoforscher Wolfgang Kromp habe immer wieder vor dem AKW Krsko gewarnt und die Forderung aufgestellt, dieses endlich auf die Sicherheit bei Erdbeben prüfen zu lassen. Der Risikoforscher habe vor einer atomaren Katastrophe im AKW Krsko wegen der Erdbebengefahr in diesem Gebiet gewarnt und betont, solange das nicht geschehe, müsse das Kraftwerk einfach geschlossen werden.

"Ich fordere ÖVP-Umweltminister Rupprechter auf, sich nun endlich vehement gegen die Laufzeitverlängerung des Schrott-AKW Krsko sowie gegen die Neuerrichtung eines weiteren Atomreaktors auf dem Gebiet um Krsko und gegen die Errichtung eines grenznahen Atomrestmülllagers auszusprechen und alle rechtlichen Schritte zu prüfen, um diesen atomaren Wahnsinn zu verhindern", so Neubauer. Bisher allerdings hätten sich SPÖ und ÖVP, insbesondere die zuständigen ÖVP-Minister, in der Anti-AKW-Politik nicht gerade mit Ruhm bekleckert, erinnerte Neubauer auch an zahlreiche seiner diesbezüglichen Initiativen im Nationalrat, die von den Regierungsfraktionen abgeblockt worden seien.


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