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Donnerstag, 08. Juli 2010

Ministeriums-Schreiben: Kein Asylzentrum in Tamsweg

 

Rothenwänder: Nach FPÖ-Antrag bestätigt jetzt das Innenministerium, dass keine Absicht zur Errichtung eines Erstaufnahmezentrums in Kaserne besteht

In der Struckerkaserne in Tamsweg wird kein Erstaufnahmezentrum für Asylwerber errichtet werden, bestätigt ein nun im Landtag eingetroffenes Schreiben des Innenministeriums. Lungaus FPÖ-Bezirksobmann LAbg. Ernst Rothenwänder bewertet die Mitteilung über das nicht vorhandene Interesse des Ministeriums als Erfolg der Freiheitlichen. „Hätten wir Anfang dieses Jahres unseren Antrag gegen die Errichtung des Asylzentrums im Landtag nicht eingebracht, hätten wir die offizielle Auskunft nie erhalten. Die Errichtung des Zentrums wäre weiterhin wie ein Damoklesschwert über Tamsweg geschwebt“, so der FPÖ-Bezirkschef. Für Rothenwänder sei damit auch die Zukunft der Kaserne gesichert.

Die Errichtung eines Erstaufnahmezentrums hätte längerfristig den Fortbestand der Struckerkaserne gefährdet, da die militärische Verwendung ins Hintertreffen gelangt wäre. Eine Schließung der Kaserne hätte auch fatale Auswirkungen auf die Wirtschaft gehabt. Die Struckerkaserne sei in den vergangenen Jahren ein unabdingbarer Wirtschaftsfaktor für die Region geworden. „Viele Arbeitsplätze sind mit der Kaserne verbunden. Das Aus für die Kaserne hätte auch das Aus für viele Arbeitsplätze bedeutet. Durch die Schließung der Kaserne wären sicherlich mehr Arbeitsplätze verloren gegangen, als durch das Lager geschaffen hätten werden können.“, so Rothenwänder.

Die Struckerkaserne sei nicht nur ein enorm wichtiger wirtschaftlicher Faktor für den Bezirk, sondern auch ein unverzichtbarer Standort für Katastropheneinsätze. „Es handelt sich dabei um eine jederzeit für die Region einsetzbare Spezialeinheit mit entsprechender Spezialausrüstung“, sagt Rothenwänder. Die Einheit sei vor allem für kleinräumige Ereignisse wie beispielsweise Muren, Lawinen und Steinschlägen von großer Bedeutung. Der FPÖ-Bezirkschef zeigt sich erleichtert, dass die Kaserne in Tamsweg als Erstaufnahmezentrum nicht in Frage komme. „Es wäre auch unsinnig gewesen, da die Flüchtlinge im Osten die Grenze überschreiten und dann folglich zu uns gekarrt hätten werden müssen“, so Rothenwänder.