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Mittwoch, 03. März 2010

Pyrotechniklager in Wals: Nur bei Anbindung an Autobahn

 

Wiedermann im Landtagsausschuss: Verkehr darf nicht durch das Wohngebiet rollen

„Das geplante Pyrotechniklager in Gois in der Gemeinde Wals-Siezenheim darf nur errichtet werden, wenn eine Anbindung des Betriebes an die Autobahn erfolgt“, forderte heute Flachgaus FPÖ-Bezirksparteiobmann LAbg. Friedrich Wiedermann im Petitionsausschuss des Landtages. Der FPÖ-Vorschlag wurde folglich im Ausschuss einstimmig beschlossen.  Die Anbindung an die Autobahn dürfte kein Problem darstellen, da eine Betriebsausfahrt ungefähr 300 Meter von der geplanten  Lagerstätte entfernt sei. Sollte die Anbindung nicht erfolgen, drohe die Bevölkerung unter einer Verkehrs- sowie Staublawine zu ersticken. „Durch den Schwerverkehr würde auch die Verkehrssicherheit stark eingeschränkt“, sagte der FPÖ-Landtagsabgeordnete.

Die Verkehrssicherheit würde in vielfacher Hinsicht eingeschränkt. „Bei der Straße, auf der die Lastkraftwagen rollen würden, handelt es sich um eine doch recht schmale Gemeindestraße. Ein problemloses aneinander Vorbeifahren von Schwerfahrzeugen wäre kaum möglich. Die Fahrzeuge müssten sicherlich auf den Fußgängerweg ausweichen. Leidtragende wären in erster Linie sicherlich die Fußgänger und Radfahrer, da sie bekanntlich die schwächsten Verkehrsteilnehmer sind. Im Bereich der betroffenen Straße sind wochentags auch sehr viele Schüler unterwegs, da sich dort die Volks- sowie Hauptschule Viehhausen befindet“, so Wiedermann.

Für die Anbindung an die Autobahn müsste das Unternehmen aufkommen. „Wenn die Auf- und Abfahrt zur A 10 der Betrieb zahlt, wird sich die ASFINAG kaum quer stellen“, ist Wiedermann überzeugt. Der Anschluss sollte folglich auch nur für Lieferungen an und vom Pyrotechniklager genutzt werden dürfen. Ein Anschluss sei schon wegen des zu erwartenden Schwerverkehrs unumgänglich. „Ganze Containerladungen will das Unternehmen durch das Wohngebiet durchschleusen. Die Container sollen teilweise direkt von Schiffen auf LKW umgeladen werden, geht aus Unterlagen des Unternehmens hervor. Damit wird deutlich, dass es sich beim künftigen Pyrotechniklager um eine zentrale Stelle handeln soll. Zentrale Anlaufstellen zeichnen sich immer wieder auch durch ein hohes Verkehrsaufkommen aus“, gibt Wiedermann zu bedenken.