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22. Februar 2021

Andreas Schöppl: Freiheitliche bringen Novelle des Universitätsgesetzes in den Landtag

UG-Novelle im Widerspruch zur freien Wissenschaft. Zwangsexmatrikulationen und Fantasiegeschlechter haben auf der Universität nichts verloren.

Ein Foto von LAbg. Dr. Andreas Schöppl

LAbg. Dr. Andreas Schöppl

„Obwohl der für die Universitäten zuständige Bildungsminister Heinz Faßmann seine geplante UG-Novelle hinsichtlich Zwangsexmatrikulationen und Plagiate etwas entschärfte, stehen seine Forderungen noch immer diametral zur freien Wissenschaft“, so Wissenschaftssprecher LAbg. Dr. Andreas Schöppl. „Zwangsexmatrikulationen bei Überschreitung der Mindeststudienzeit oder Mindest-ECTS-Anforderungen kommen für uns keinesfalls in Frage.“ Schöppl führt aus, dass eine Vielzahl an Studenten auf Nebenerwerbstätigkeit angewiesen ist: „Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Studenten, die erst in ihren späteren Semestern ein Universitätsstudium anstreben“, kritisiert Schöppl die Schwarz/Grüne-Interpretation von wissenschaftlicher Freiheit, die etwa soziale Faktoren in ihrer Novelle nicht berücksichtigt.

Daher bringen die Freiheitlichen am Mittwoch im Salzburger Landtag einen dahingehenden Antrag zur Verhandlung, der das Ministerium direkt auffordert, gegen diese Ungerechtigkeiten in der Novelle einzuschreiten und die Freiheit der Wissenschaft weiterhin zu garantieren und in den Fokus zu rücken. Positiv sieht Schöppl die von den Freiheitlichen in die Novelle hineinreklamierte Verschärfung des Gesetzes hinsichtlich Plagiate und Ghostwriting. „Der Fall Aschbacher hat deutlich aufgezeigt, dass gerade bei wissenschaftlichen Arbeiten dem Betrug Tür und Tor offenstehen können. Der Betrug bei akademischen Leistungen muss streng geahndet werden.“ Als Nebenschauplatz grüner Wissenschaftspolitik sieht Schöppl die Pervertierung geschlechterspezifischer akademischer Titel in abgekürzter Form in öffentlichen Urkunden dahingehend an, dass neben den weiblichen oder männlichen Formen, auch jene eines anderen Geschlechts in der Novelle vorgesehen sind. „Wenn dies der grüne Beitrag zur UG-Novelle ist, dass ich nach meinem Doktortitel ein Fantasiegeschlecht anführen darf, dann steht nicht mehr die Wissenschaft im Zentrum der Universität, sondern Ideologie“, so Schöppl.


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