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07. August 2019

FPÖ-Stöllner: US-Rindfleischimportpflicht ist Kuhhandel zugunsten der Autoexporteure

Österreichische Viehwirtschaft und heimische Produktqualität dürfen nicht auf dem Altar der Autoexporte in die USA geopfert werden

Ein Foto von LAbg. Hermann Stöllner

LAbg. Hermann Stöllner

Die Salzburger Freiheitlichen unterstützen den EU-USA-Deal hinsichtlich Rindfleischimporte aus Amerika nicht. „Nach dem Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten ist dies der nächste Anschlag auf die hochqualitative österreichische Viehwirtschaft“, so FPÖ-Landwirtschaftssprecher LAbg. Hermann Stöllner. „Viele heimische Betriebe können heutzutage gar nicht mehr kostendeckend produzieren. Das Abkommen kommt für viele Landwirte einem Todesstoß gleich.“ Stöllner kritisiert vor allem, dass von der EU wieder einmal über die Interessen Österreichs drübergefahren wird und der Deal lediglich zugunsten der europäischen Autoindustrie geschlossen wurde.


Auch vor dem Hintergrund der Klimadiskussion ist diese Öffnung des europäischen Marktes nicht zu rechtfertigen. „Während tonnenweise Rindfleisch, welches mit großer Wahrscheinlichkeit nicht österreichischen Lebensmittelstandards entspricht, über den Atlantik geschifft wird, dulden wir Lebendtiertransporte in den nordafrikanischen und arabischen Raum“, so Hannes Költringer von der Freiheitlichen Bauernschaft (FB). Költringer bezieht sich dabei auf die freiheitliche Ablehnung von Langstreckentiertransporte und verweist auf die Möglichkeit, dass durch die USImporte höchstwahrscheinlich mit Rinderwachstumshormonen gezüchtetes und gentechnisch manipuliertes Fleisch Zugang zum österreichischen Markt erlangen könnte. Genauso kritisch zu betrachten ist die Tatsache, dass in den USA die Masse an Futter genmanipuliert ist und dadurch strenge Vorschriften hinsichtlich der Kennzeichnung erlassen werden müssen.


Weiters wird das US-Fleisch auch in verarbeiteten Produkten verwendet werden. Für diese gibt es jedoch keine Kennzeichnungspflicht. „Dem Endverbraucher ist es dadurch nicht möglich zu unterscheiden, ob es sich um ein österreichisches Qualitätsprodukt handelt. Wir müssen unsere Qualitätsstandards bewahren, die heimische Landwirtschaft schützen und die Abnahmegarantie von jährlich zehntausenden Tonnen amerikanischen Rindfleisches verhindern!“, so Stöllner abschließend.


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