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20. Juli 2020

Marlene Svazek: Andrea Klambauer und die Ironie neoliberalen Wohnens

Überholte Fördervoraussetzungen drängen Salzburger in die Abhängigkeit statt ins Eigenheim

Ein Foto von Klubobfrau LAbg. Marlene Svazek, BA

Klubobfrau LAbg. Marlene Svazek, BA

Wie eine aktuelle Marketagent-Studie zeigt, ist Eigentum als Vorsorge im Alter und Chance auf Unabhängigkeit vor allem in Salzburg eine gefragte Option: „Rund 46% der Salzburgerinnen und Salzburger wollen sich Sicherheit in Form eines Eigenheimes schaffen. Gerade in Krisenzeiten ist dieser Wunsch enorm nachvollziehbar und auf jeden Fall von Landesseite zu unterstützen“, erklärt Salzburgs Freiheitliche Landesparteiobfrau Marlene Svazek.


Grundsätzlich stelle hierfür die Wohnbauförderung für Errichtung und Kauf ein gutes Instrument dar. Doch diese verfehlt seit Jahren klar den Bedarf: „Die Schere zwischen Wünschen und Realitäten im Bereich Eigenheim ist noch nie so weit auseinandergeklafft“, kritisiert Svazek dabei die Voraussetzungen für Kauf- und Errichtungsförderungen: „Wir stehen direkt vor der Situation, dass von vielen Familien etwa die Landesförderung auf Eigentum nicht mehr in Anspruch genommen werden kann, da die baulichen Voraussetzungen nicht dafür sprechen. Und auch nicht mehr zeitgemäß sind“, so Svazek. „Die vollkommen überteuerte, ökologische Baustoffwahl ist in Zeiten von Corona etwa genauso wenig sinnvoll wie ein Auspendeln der Materialien durch den Hofesoteriker“, richtet Svazek ihre Kritik an die überzogenen Voraussetzungen und die dafür zuständige Landesrätin. "Es ist egal, wie hoch die Wohnbauförderung dotiert ist, wenn sie keiner mehr abholt", erklärt Svazek und stellt sich dabei die Frage, ob Klambauer nun für Wohnbauförderung in Salzburg zuständig ist oder die Sprecherin der Vermieter im Bundesland.


„Mit derartigen Richtlinien bringt man Menschen nämlich nicht ins Eigenheim, sondern drängt sie bestenfalls in die Abhängigkeit von Mietzins“, so Svazek, die in der Förderung von Eigenheim nicht nur die Möglichkeit von Unabhängigkeit und Sicherheit, sondern langfristig auch eine Preisregulierung am Wohnungsmarkt erkennt: „Je mehr Familien sich in Eigentumswohnungen befinden, desto niedriger ist der Bedarf an Mietwohnungen. Eine sinkende Nachfrage reguliert daher den Preis automatisch nach unten“, plädiert Svazek für eine Entrümpelung der Voraussetzungen.


„Es ist dringend an der Zeit, dass sich Klambauer anstatt von PR-Gurus endlich von Wirtschaftsexperten beraten lässt“, so die Freiheitliche und schließt ähnlich mit den
Worten der NEOS-Landesrätin: „Das jetzige Konzept der Wohnbauförderung reicht in die Zeit vor Corona zurück und ist nicht mehr zeitgemäß!“


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