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Mehr Kreativität bei Ausschreibung von Milchprodukten
Nußbaumer: Landesregierung muss bei Kriterien Qualität in den Vordergrund stellen
„Mehr Kreativität bei der Ausschreibung für die Lieferung von Milchprodukten ans Land sowie an Landesgesellschaften“, forderte heute der Landesobmann der Freiheitlichen Bauernschaft, Alois Nußbaumer, von der Landesregierung. Bei den Vergabekriterien sollte die Qualität und nicht der Preis als wesentliches Element bei der Ausschreibung definiert werden. „Bei der Qualität haben wir gegenüber der ausländischen Konkurrenz die Nase vorne“, gibt Nußbaumer zu bedenken. Unter dem Blickwinkel des Vergabegesetzes biete die Qualität in Zukunft den einzigen Ausweg, damit die heimischen Milchversorger zum Zug kommen würden. „Ausschreibungen wie im Jahr 2005 für die SALK, bei der ein bayrischer Milchlieferant zum Zug kam, bedeutet das baldige Aus für viele Milchbauern“, so Nußbaumer.
Im September 2005 gingen in Salzburg die Wogen hoch, als die Pidinger Molkerei in Bayern bei einer Ausschreibung der Salzburger Landeskliniken als Bestbieter für die Lieferung von Milchprodukten hervorging. Im September 2009 hat die Alpenmilch Salzburg den Zuschlag für die Lieferung von Milchprodukten für das Krankenhaus Schwarzach erhalten. In den fünf Jahren zuvor waren Milchprodukte aus der Pidinger Molkerei angeliefert worden. Für Aufregung sorgte im Oktober dieses Jahres die Meldung, wonach die Milch für die Schwarzenbergkaserne ebenfalls aus Deutschland stammt und nicht vom Milchhof in Salzburg angeliefert wird. „Sollte die Qualität bei den Ausschreibungen stärker berücksichtigt werden, könnten sicherlich überdurchschnittliche viele Zuschläge an heimische Lieferanten gehen“, so Nußbaumer.
Angesichts der Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes und der in den nächsten Jahren zu erwartenden Senkung der Auftragswerte für die Wahl des nicht offenen Verfahrens ohne vorherige Bekanntmachung nach dem Bundesvergabegesetz wird sich die Situation für heimische Betriebe als mögliche Bestbieter wohl nicht verbessern. „Bekannterweise können ausländische Milchlieferanten sowie milchverarbeitende Betriebe auf Grund ihrer Größe wesentlich günstiger produzieren. Damit können sie auch günstigere Angebote für Milchprodukte stellen als vergleichsweise heimische Anbieter. Im Bereich der Qualität können unsere heimischen Milchlieferanten als auch milchverarbeitenden Unternehmen gegenüber der ausländischen Konkurrenz immer wieder punkten“, so Nußbaumer.






