„Wenn Peter Eder vom Spielfeldrand aus seine integrationspolitischen Stehsätze abfeuert, kann man sicher sein, dass er keine Volltreffer landet, sondern sich mit oberflächlicher Sozialromantik und Themenverfehlungen ins Abseits dribbelt“, kommentiert FPÖ-Klubobmann Andreas Schöppl die jüngsten Einlassungen des AK-ÖGB-SPÖ-Multifunktionärs am Rande eines Fußballmatches in Hallein, die jüngst in der SPÖ-Propagandapostille „Hallo Salzburg“ ausführlich zum Besten gegeben wurden. Dort hatte Eder vollmundig die Losung ausgegeben, dass „Integration funktioniert – man muss nur zum Fußballplatz schauen“ und gleich die Behauptung nachgelegt, dass die integrationspolitischen Bedenken der Salzburger im ländlichen Raum gänzlich unbegründet seien, da sie gar keinen persönlichen Kontakt zu Migranten hätten und darüber hinaus von Ressentiments geleitet seien: „Der persönliche Kontakt fehlt, Vorurteile füllen diese Lücke“, so Peter Eders pauschalisierender Generalvorwurf an die Landbevölkerung.
Für Schöppl ist diese Darstellung doppelt absurd: „Ausgerechnet in Hallein davon zu fabulieren, dass die Menschen am Land halt Hinterwäldler seien, die ohnehin noch nie einen leibhaftigen Migranten gesehen hätten, kann auch nur jemandem einfallen, der sehr selten aus seinem AK-Palast herauskommt - mal abgesehen von der blanken Verachtung gegenüber dem ländlichen Raum und seinen Bewohnern, der aus einer solchen Aussage spricht. Die Menschen sehen genau, was in den rot regierten Städten los ist und womit die SPÖ das ganze Land beglücken will – und sie erkennen völlig zu Recht keine Multikulti-Idylle.“
Amüsiert zeigt sich Schöppl indessen über Eders süffisante Suggestion, die FPÖ könne in Sachen Integration viel „vom Fußball lernen“: „Jetzt will er die katastrophale Zuwanderungspolitik seiner Partei offenbar auch noch auf die Sportvereine abwälzen, anstatt für ihre Folgen geradezustehen: Während er von der Zuschauertribüne in Hallein aus große Töne spuckt, sieht er schüchtern weg, wenn türkische Islamisten im Salzburger Messezentrum mit ausdrücklichem SPÖ-Sanktus ihre integrationsfeindlichen Hassparolen verbreiten.“
Mit Kopfschütteln quittiert der FPÖ-Klubobmann abschließend die unter dem irreführenden Titel „Lösungen statt Parolen“ nachgeschobenen Eder-Forderungen nach Deutschkursen sowie der Möglichkeit, unmittelbar ab dem Asylbescheid zu arbeiten: „All das ist bereits geltendes Recht, auch wenn Eder noch so oft das Gegenteil behauptet und kritische Nachfragen der Medien dazu ausbleiben. Obwohl er den gesamten Apparat der SPÖ und der Arbeiterkammer für seine pausenlose Selbstinszenierung in Anspruch nimmt, ist er fachlich völlig ahnungslos. Peter Eder ist wahrlich kein politischer Stürmerstar, sondern ein ahnungsloser Ersatzbank-Nörgler.“

