Im Salzburger Landtag wird am kommenden Mittwoch im Rahmen der Aktuellen Stunde auf Antrag der ÖVP das Thema Soziale Sicherheit diskutiert. Soziallandesrat Wolfgang Fürweger begrüßt diese Schwerpunktsetzung ausdrücklich: „Soziales und Gesundheit zählen zu den zentralen gesellschaftlichen und politischen Themen unserer Zeit. Sie betreffen die Menschen unmittelbar in ihrem Alltag und gewinnen angesichts der demografischen Entwicklung weiter an Bedeutung.“ Salzburg verfüge über eines der besten Sozialsysteme weltweit, betont Fürweger. „Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass das auch in Zukunft so bleibt. Gerade in Zeiten von Sparpaketen ist das eine große Herausforderung – aber eine, die lösbar ist, wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen.“
Angesichts angespannter öffentlicher Finanzen sei es notwendig, klare Prioritäten zu setzen. „Ich fordere alle Parteien im Landtag auf, die soziale Sicherheit als Top-Priorität zu behandeln. Gleichzeitig dürfen wir den Menschen keine Luftschlösser bauen oder falsche Versprechungen machen.“ Mit Blick auf die demografische Entwicklung stehe das Land vor der Aufgabe, das bestehende Sozialsystem an eine zunehmend älter werdende Bevölkerung anzupassen. „Das erfordert erhebliche finanzielle, personelle und organisatorische Ressourcen. Der Aufbau völlig neuer Leistungen ist derzeit nicht der richtige Weg.“
Stattdessen setzt das Land gezielt dort an, wo konkrete Bedarfe bestehen: „Wir schließen erkannte Lücken – etwa mit der Eröffnung einer intensiv betreuten Wohngemeinschaft für Kinder, einer Wohneinrichtung für Menschen mit Hörbeeinträchtigung sowie der Entwicklung eines Konzepts für junge Frauen mit Essstörungen.“ In allen anderen Bereichen gelte es jedoch, verantwortungsvoll mit den vorhandenen Mitteln umzugehen. „Investitionen können nur dort erfolgen, wo das System gleichzeitig entlastet wird. Ein Beispiel ist die Überleitungspflege: Hier müssen teure Spitalsaufenthalte verstärkt durch niederschwellige Versorgungsangebote ersetzt werden.“ Gerade an den Schnittstellen zwischen Gesundheits- und Sozialbereich würden derzeit wertvolle Ressourcen verloren gehen. „Durch gezielte Investitionen in Digitalisierung können wir die Arbeit in der Langzeitpflege erleichtern und dem Personal mehr Zeit für die Betreuung der Menschen geben.“
Abschließend hält Fürweger fest: „Unser Ziel muss es sein, das bestehende Sozialsystem so effizient wie möglich zu gestalten. Nur so können wir die Herausforderungen der demografischen Entwicklung erfolgreich bewältigen und die soziale Sicherheit in Salzburg langfristig sichern.“

