„Wenn eine Kassenleistung wegfällt, muss rechtzeitig klar sein, was an ihre Stelle tritt“, so Sozialsprecherin LAbg. Karin Berger anlässlich der heutigen Behandlung des freiheitlichen Antrags betreffend amalgamfreie Zahnfüllungen als Kassenleistung. „Genau das ist bei den amalgamfreien Zahnfüllungen bis heute nicht passiert.“ Berger führt aus, dass seit dem Auslaufen der bisherigen Amalgamversorgung mit 1. Jänner 2025 weiterhin eine saubere, dauerhafte und österreichweit einheitliche Nachfolgeregelung zwischen ÖGK und Zahnärztekammer fehlt. „Für die Patienten bedeutet das Unsicherheit statt Klarheit. Wer heute eine notwendige Zahnfüllung braucht, muss oft erst herausfinden, ob die jeweilige Ordination direkt mit der Kasse abrechnen kann, ob privat vorfinanziert werden muss oder ob am Ende nur ein Teil ersetzt wird“, so Berger.
Besonders problematisch ist, dass das Thema keineswegs überraschend gekommen ist. Bereits Ende 2024 hat der Salzburger Landtag auf freiheitliche Initiative hin die Sicherstellung einer Grundversorgung mit amalgamfreien Zahnfüllungen als Kassenleistung eingefordert. „Passiert ist seitdem viel zu wenig. Statt einer verlässlichen Lösung haben wir Übergangslösungen, Einzelvereinbarungen und ein Flickwerk, das auf dem Rücken der Versicherten ausgetragen wird“, kritisiert Berger. „Eine Zahnfüllung ist kein Luxus, sondern medizinische Grundversorgung. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten darf es nicht sein, dass Patienten aus Unsicherheit oder Kostengründen notwendige Behandlungen aufschieben.“
Die Freiheitlichen fordern daher eine klare, tragfähige und bundesweit einheitliche Regelung für amalgamfreie Zahnfüllungen als Kassenleistung. „Die Menschen brauchen keine Ausreden, keine Zuständigkeitsverschiebungen und kein Tarifchaos. Sie brauchen eine verlässliche zahnärztliche Grundversorgung, auf die sie sich im Ernstfall verlassen können“, so Berger abschließend.

