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19. September 2022

Költringer/Schöppl: ÖVP stimmt in Straßburg gegen österreichische Holzindustrie

Freiheitliche lehnen EU-Waldstrategie ab, da diese Salzburger Energieversorgung mit Biomasse gefährdet

Am Dienstag beschloss das Europäische Parlament in Straßburg die neue EUWaldstrategie für 2030, welche Holz als nicht nachhaltigen Rohstoff einteilt und dementsprechend dies einem zukünftigen Verbot der Nutzung von Holz in Biomassekraftwerken gleichkommt. „Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der bei nachhaltiger Nutzung einen sicheren erneuerbaren Energieträger darstellt. In Österreich wächst beispielsweise jedes Jahr mehr Holz nach, als genutzt wird“, so Landwirtschaftssprecher LAbg. Hannes Költringer. „Die energetische Nutzung von Holz macht in Österreich 60 Prozent der erneuerbaren Energie aus. Wenn die EU nun plant, Holz als Energieträger zu verbieten und auch nur abzusenken, dann bedeutet das eine massive Bedrohung für die heimische Energieversorgung und für unsere bäuerlichen Betriebe, die in dieser Branche tätig sind.“

Erstaunt hingegen zeigt sich Landesparteisekretär Andreas Schöppl über die dahingehende Stellungnahme von ÖVP-Klubobmann Wolfgang Mayer, der via Social Media eine Lanze für die nachhaltige Nutzung von Holz bricht, Holz als definitiv nachhaltig bezeichnet und die Abstimmung im EU-Parlament aus Sicht der Salzburger ÖVP als grotesk beschreibt. „Warum haben dann sämtliche ÖVP-EU-Mandatare in Straßburg für die Resolution im Ganzen der EU-Waldstrategie 2030 und damit auch gegen Holz gestimmt?“, so Schöppl, der sich an die Abstimmung über das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP erinnert fühlt. „In Österreich gaukelt die ÖVP den Menschen etwas vor und stimmt im fernen EU-Parlament klammheimlich dagegen. Verlogenheit hat einen Namen: ÖVP!“, so Schöppl.


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