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24. September 2021

Marlies Steiner-Wieser: Vergabepraxis in Salzburgs Tierheimen indiskutabel

Trotz unzähliger „Corona-Tiere“ sitzen die Heime auf den Tieren wie die Henne auf dem Ei und betreiben einen Privatstreichelzoo

Ein Foto von BR Marlies Steiner-Wieser

BR Marlies Steiner-Wieser

Die Salzburger Tierheime kommen ob ihrer Vergaberichtlinien nicht aus der Kritik. „Obwohl die Tierheime restlos überfüllt sind, vermitteln diese – allen voran das Salzburger und Halleiner Tierheim – unter fadenscheinigen Vorwänden die Vierbeiner nur schleppend“, kritisiert die freiheitliche Tierschutzbeauftragte, Bundesrätin Marlies Steiner-Wieser. „Die Vergabepraxis hat sich trotz Kritik des Kontrollamtes nicht geändert und wir müssen uns ernsthaft überlegen, Konsequenzen zu setzen.“ SteinerWieser betont, dass selbstverständlich das Tierwohl im Vordergrund stehen muss und Blindvergaben keinesfalls durchgeführt werden dürfen, nur um das Tier aus dem Heim „loszuwerden“, jedoch braucht es an der Realität angepasste Vergaberichtlinien.

Für Steiner-Wieser stellt alleine die Homepage des Tierschutzvereins Salzburg einen Affront dar, auf der mehr als überheblich und despektierlich über potentielle neue „Frauchen“ und „Herrchen“ geschrieben und schlichtweg das Hamstern von Tieren gerechtfertigt wird. „Das Tierheim am Standort Karolingerstraße wurde auf einem Grundstück der Stadt Salzburg mit finanzieller Unterstützung von Stadt und Land errichtet und kostet uns über 100.000 Euro an Steuergeld pro Jahr“, so Steiner-Wieser. „Da haben wir doch noch ein Stückchen mitzureden, ob die Tiere vermittelt werden oder als Privatzoo für manche Angestellte dienen.“ Die Freiheitlichen fordern daher eine Überarbeitung der Vergabepraxis samt einhergehender übergeordneter Prüfungen jedes einzelnen Vergabefalls. „Denn die Tiere brauchen ein Zuhause. Das Tierheim kann nur eine Übergangslösung darstellen. Aber keinen Dauerzustand“, so die freiheitliche Tierschutzbeauftragte.


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