„Wer den öffentlichen Verkehr nutzt, darf nicht ausgerechnet an einer Bundesländergrenze zur Kasse gebeten werden“, hält der freiheitliche Verkehrssprecher LAbg. Eduard Egger anlässlich des FPÖ-Antrags betreffend ein bundesländerübergreifendes Klimaticket fest. Hintergrund ist eine Lücke im derzeitigen Klimaticket-System. „Regionale Klimatickets benachbarter Bundesländer lassen sich nämlich für durchgehende Fahrten über Verbundgrenzen hinweg nicht einfach kombinieren.“ Egger führt aus, dass Pendler z.B. von Salzburg nach Attnang-Puchheim zwar ein KlimaTicket Salzburg und ein KlimaTicket Oberösterreich besitzen können, für die durchgehende Fahrt reicht diese Kombination aber nicht aus. „In der Praxis bleibt oft nur der Griff zum deutlich teureren KlimaTicket Österreich. Das ist weder kundenfreundlich noch logisch“, kritisiert Egger.
Der Kostenunterschied ist erheblich. Das KlimaTicket Salzburg kostet 399 Euro, das KlimaTicket OÖ Regional 467 Euro. Gemeinsam wären das 866 Euro pro Jahr. Das KlimaTicket Österreich schlägt hingegen mit 1.400 Euro zu Buche. „Das sind 534 Euro Mehrbelastung, nur weil jemand regelmäßig zwischen zwei Bundesländern pendelt. Diese Menschen wollen nicht zwingend österreichweit fahren, sondern schlicht ihren Arbeitsweg vernünftig und leistbar zurücklegen“, so Egger.
Die Freiheitlichen fordern daher eine praxistaugliche Lösung, etwa durch die Lockerung des Kombinationsverbots regionaler Klimatickets oder durch ein eigenes Modell für benachbarte Bundesländer. „Wenn Politik ernsthaft will, dass mehr Menschen auf den öffentlichen Verkehr umsteigen, dann muss das Angebot einfach, fair und nachvollziehbar sein. Wer zwei regionale Jahreskarten bezahlt, darf nicht trotzdem in ein teureres Österreich-Ticket gedrängt werden“, betont Egger. Gerade in Zeiten hoher Mobilitätskosten braucht es Entlastung statt Tarif-Fallen. „Pendler brauchen keine Sonntagsreden, sondern funktionierende Lösungen. Ein bundesländerübergreifendes Klimaticket oder ein sauberes 2er-Modell wäre ein konkreter Schritt, um den öffentlichen Verkehr im Alltag attraktiver zu machen“, so Egger abschließend.

