27. April 2026

Marlene Svazek: Tageselternzentrum (TEZ) vor Insolvenz - Ressort arbeitet an Lösung

Verantwortungsloser Umgang mit internen Problemen führt zu folgenschwerer Konsequenz

Ein Bild von Landesparteiobfrau LH-Stellvertreterin Marlene Svazek

Landesparteiobfrau LH-Stellvertreterin Marlene Svazek

Das Tageselternzentrum (TEZ) hat das Ressort Ende letzter Woche über die drohende Insolvenz informiert, woraufhin sofort ein Krisengespräch anberaumt wurde, das am heutigen Montag stattfand. „Nach wochenlangen Beteuerungen, man käme mit dem neuen Fördermodell des Landes aus und es gebe im Verein keine weiteren Änderungsnotwendigkeiten, wurden wir von den Verantwortlichen des TEZ von der drohenden Zahlungsunfähigkeit überrascht“, zeigt Landeshauptfrau Stellvertreterin Marlene Svazek verärgert über das Verhalten der Vereins- und Geschäftsführung. Das Ausmaß der finanziellen Probleme des TEZ sei erst jetzt transparent dargelegt worden, nachdem man zuvor beteuert hatte, die Probleme im Griff zu haben.

Nach aktuellen Informationen steht der Verein vor einem Insolvenzverfahren, betroffen sind mehr als 500 betreute Kinder sowie zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach derzeitiger Einschätzung war der Verein durch den damaligen Wirtschaftsprüfer nicht ausreichend über die wirtschaftliche Lage informiert. Der Verlust der Bilanz lässt keinen weiteren geordneten Betrieb mehr zu. Ein wesentlicher Auslöser der finanziellen Schieflage liegt in einer langjährigen Betriebsvereinbarung, die eine Überzahlung desmonatlichen Kollektivvertrags in Höhe von 20 Prozent vorsah. Diese Überzahlung war zuletzt zentraler Streitpunkt zwischen Geschäftsführung und Personalvertretung. Trotz der wirtschaftlich angespannten Situation bestand die Personalvertretung auf dieser Regelung, sodass man sich erst im März 2026 auf eine Reduzierung um fünf Prozentpunkte und eine Überzahlung von 15 Prozent einigen konnte. Durch die mediale Schlammschlacht und Kündigungen von 27 Mitarbeiterinnen seien zudem hohe Abfindungsansprüche, Überstundenabgeltungen und Urlaubsansprüche in der Höhe von mehreren hundertaussenden Euro entstanden.

„Ich habe dem TEZ über lange Zeit den Rücken gestärkt. Umso schwerer wiegt die Erkenntnis, dass der wirtschaftliche Umgang der Geschäftsführung wie auch des Vereinsvorstands von bemerkenswerter Unverantwortlichkeit geprägt ist. Offenkundig fehlt es dort an der notwendigen ökonomischen Kompetenz. Das Defizit liegt am unzureichenden Management, verspätetem und zögerlichem Gegensteuern sowie einer eklatanten Vernachlässigung der internen Probleme“, so Svazek. Das Land Salzburg habe die Förderungen in Ausarbeitung mit TEZ und Hilfswerk aufgestockt, mit denen etwa das Hilfswerk unter denselben Rahmenbedingungen verlässlich und kostendeckend arbeiten kann.


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