„Unser Antrag zur Nachschärfung der Winterreifenpflicht für schwere Lkw und Omnibusse ist ein klarer Beitrag für mehr Verkehrssicherheit in Salzburg“, betont FPÖ-Verkehrssprecher LAbg. Eduard Egger. „Gerade in Salzburg als Transitland sehen wir im Winter immer wieder, was passiert, wenn ein einziges schweres Fahrzeug ins Rutschen kommt. Stau, Folgeunfälle, massive Behinderungen und enorme Belastungen für Pendler, Einsatzkräfte und Bevölkerung. Das ist nicht akzeptabel.“ Hintergrund des morgigen Antrags in der Ausschusssitzung des Salzburger Landtags ist, dass die derzeitige Rechtslage bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen im Winter nur Winterreifen auf einer Antriebsachse vorschreibt, bei Lkw bis 15. April, bei Omnibussen sogar nur bis 15. März. Genau diese Sicherheitslücke will die FPÖ schließen. Der FPÖ-Antrag sieht daher zwei konkrete Maßnahmen vor. Winterreifenpflicht auf allen Rädern für schwere Lkw und Busse sowie die Angleichung der Frist für Omnibusse bis 15. April.
Besonders wichtig ist Egger dabei die Klarstellung, dass heimische Frächter und Busunternehmen von dieser Nachschärfung in der Praxis kaum betroffen sind. „Unsere heimischen Betriebe fahren aus Verantwortung und aus wirtschaftlicher Vernunft ohnehin vielfach ganzjährig mit wintertauglicher Bereifung bzw. rüsten ihre Flotten längst über den gesetzlichen Minimalstandard hinaus aus. Die zusätzliche Verpflichtung trifft daher vor allem jene, die heute mit dem billigsten Mindeststandard unterwegs sind und das sind im Transitverkehr großteils ausländische Frächter und Busunternehmen.“
Auch fachlich sieht sich die FPÖ klar bestätigt. „Der allseits anerkannte Verkehrsexperte DI Gerhard Kronreif hat die Problematik rund um die unzureichende gesetzliche Mindestregelung ausdrücklich aufgezeigt. Seine Einschätzung deckt sich mit unserem Antragspunkt eins zu eins“, so Egger. Im Antrag wird ausdrücklich auf Kronreifs Hinweis im Zusammenhang mit dem Unfall im Brentenbergtunnel verwiesen, wonach schwere Fahrzeuge in Österreich gesetzlich nur auf einer Achse Winterreifen haben müssen. „Umso wichtiger ist es, dass DI Gerhard Kronreif auch in der morgigen Ausschusssitzung persönlich anwesend sein wird. Damit liegt allen Fraktionen die fachliche Expertise direkt am Tisch“, betont Egger.
Abschließend fordert Egger ein Umdenken auf Bundesebene: „Österreich darf beim Schwerverkehr im Winter nicht länger das Land des Minimalstandards sein. Wer mit schweren Fahrzeugen durch Salzburg fährt, muss so ausgerüstet sein, dass Bremsen, Lenkung und Stabilität verlässlich funktionieren. Genau darum geht es bei unserem Antrag. Um Sicherheit, Fairness und Verantwortung.“

