Die jüngsten Aussagen von Martina Berthold im SN-Interview legen einmal mehr die eklatante Distanz der Grünen zur gesellschaftlichen Realität offen. Der Versuch, disparate Themen miteinander zu verknüpfen, wirkt dabei weniger wie eine ernsthafte Analyse als vielmehr wie ein durchschaubares politisches Manöver. „Insbesondere der heutige Versuch, das Thema Wolf mit der Kriminalität arabischstämmiger Männer und der Drogenhölle junger Mädchen zu verknüpfen, erscheint als groteske Konstruktion ohne sachliche Grundlage und dient offenkundig der blinden politischen Agitation“, kritisiert der freiheitliche Klubobmann Andreas Schöppl Bertholds untauglichen Versuch der politischen Kritik an den FPÖ-geführten Ressorts.
Schöppl ortet darin ein kalkuliertes Ablenkungsmanöver. Ein konstruiertes Narrativ soll Aufmerksamkeit erzeugen, während ein Problem aufgegriffen wird, das von den Grünen über lange Zeit hinweg offenbar selbst ignoriert wurde. „Der nachträgliche Anspruch moralischer Deutungshoheit wirkt vor diesem Hintergrund wenig glaubwürdig. Vielmehr zeigt sich ein wiederkehrendes Muster bei den Grünen, deren Ursprung aber wohl eher der eigene Frust ist. Den Grünen scheint es nicht begreiflich, dass FPÖ-Regierungsmitglieder nicht nur sehr aktiv in der Umsetzung sind, sondern mehrere Themen und Politikfelder gleichzeitig bespielen können“, so Schöppl, der die Frustration der Grünen dahingehend durchaus verstehen kann. Die Freiheitlichen halten zudem fest, dass es FPÖ-Landesrat Fürweger war, der als erster Politiker den Mut hatte, das Thema der Drogenkriminalität offen anzusprechen und den Stein des Anstoßes zu geben.
Für Schöppl steht fest, dass sich die Grünen mit dieser Form der Politik zunehmend selbst marginalisieren. „Berthold und ihre Gesellen wirken zunehmend wie eine politische Satireshow, die Probleme selektiv wahrnimmt und jegliche Prioritäten der ländlichen, aber auch urbanen Bevölkerung verfehlen. Daran ändern auch Bertholds Videos nichts, die an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten sind“, so Schöppl. Auch mit Blick auf die politische Zukunft zeichnet Schöppl ein klares Bild: „Dass Berthold 2028 gerne abermals eine Wahlniederlage erfahren möchte, verwundert in diesem Zusammenhang. Wie man hört, ist die Frage der Spitzenkandidatur bei den Grünen alles andere als geklärt. Bei Bertholds Themensetzung wird sich aber bestimmt ein anderer Grüner finden, der in ihre Fußstapfen tritt und an der Realität der Salzburger Bevölkerung vorbei Social Media Videos verbreiten wird“, so Schöppl.

