„Gesundheitsversorgung darf nicht von der Postleitzahl abhängen. Umso skandalöser ist es, dass sich ausgerechnet die Salzburger SPÖ gegen den freiheitlichen Antrag gestellt hat, der nichts anderes verlangt als Fairness, Transparenz und eine sachgerechte Verteilung der Kassenarztstellen“, kritisiert Klubobmann Andreas Schöppl die Haltung der Sozialisten im Salzburger Landtag. „Die SPÖ Salzburg zeigt damit ganz offen, worum es ihr wirklich geht. Nicht um die medizinische Versorgung der eigenen Bevölkerung, sondern darum, der roten Gesundheitsministerin Schumann die Mauer zu machen und dem roten Wien noch mehr Kassenarztstellen zuzuschanzen, während Salzburg abgespeist werden soll.“ Schöppl erinnert in diesem Zusammenhang auch an die Ablehnung der Salzburger SPÖ zum katastrophensicheren Ausbau des Pass Lueg, nur um dem roten Verkehrsminister und dem roten Finanzminister nicht in den Rücken zu fallen. „Auch bei diesem freiheitlichen Antrag haben sich die Salzburger Sozialisten gegen das eigene Bundesland gestellt.“
Schöppl verweist darauf, dass etwa ein Kassenarztbesuch im Innergebirg je nach Fachrichtung und Standort oft mit enormen Wegstrecken, langen Fahrzeiten und großem organisatorischem Aufwand verbunden ist. „Wer im Pinzgau, im Pongau oder im Lungau einen Arzttermin braucht, lebt in einer völlig anderen Realität als jemand in Wien, wo die Infrastruktur dicht und das Angebot naturgemäß viel größer ist. Gerade deshalb wäre es die Pflicht verantwortungsvoller Politik, diese Unterschiede endlich ernst zu nehmen. Die SPÖ tut aber genau das Gegenteil und stellt sich gegen einen Antrag, der eine gerechte Verteilung nach objektiven Kriterien wie Altersstruktur, Versorgungsbedarf, Erreichbarkeit, Wartezeiten und saisonalen Zusatzbelastungen fordert.“
Besonders empörend ist, dass die Salzburger Sozialisten damit eine offenkundige Benachteiligung Salzburgs decken. „Wien soll bis 2030 215 zusätzliche Stellen erhalten, die übrigen acht Bundesländer zusammen nur 155, Salzburg gerade einmal elf. Und statt dagegen aufzutreten, spielt die Salzburger SPÖ lieber den nützlichen Erfüllungsgehilfen der eigenen Parteifreunde in Wien. Das ist ein Schlag ins Gesicht für all jene Salzburger, die schon heute monatelang auf Termine warten oder stundenlange Fahrten in Kauf nehmen müssen.“
Für Schöppl ist das Verhalten der SPÖ eindeutig. „Die Salzburger SPÖ beweist einmal mehr, dass sie im Zweifel nicht für Salzburg, sondern für die Parteilinie aus Wien steht. Wer sich gegen Transparenz stellt, wer sich gegen eine faire Neuverteilung stellt und wer sehenden Auges zulässt, dass das eigene Bundesland bei der Kassenarztversorgung benachteiligt wird, der arbeitet nicht für die Salzburger Patienten, sondern gegen sie. Die SPÖ will offenbar lieber das System der Bevorzugung Wiens absichern, als für die Menschen im eigenen Bundesland einzutreten.“

