„Wir heißen es sicher nicht gut, wenn eine Substanz, die längst als Partydroge missbraucht wird, praktisch rund um die Uhr aus Automaten gezogen werden kann“, so Klubobmann Andreas Schöppl. „Wer hier noch so tut, als ginge es ausschließlich um Schlagobers, verschließt bewusst die Augen vor der Realität.“ Lachgas ist besonders für Jugendliche gefährlich, weil der Rausch kurz sei, harmlos wirkt und damit unterschätzt wird. „Genau diese scheinbare Harmlosigkeit ist das Problem. Jugendliche glauben, sie konsumieren ein lustiges Party-Gimmick. Tatsächlich drohen Sauerstoffmangel, Nervenschäden, Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall lebensgefährliche Folgen. Das ist kein Spaßartikel, sondern eine Jugendschutz-Lücke mit Ansage“, so Schöppl.
Die Freiheitlichen haben auf dieses Problem bereits frühzeitig reagiert. Schöppl verweist auf den im Salzburger Landtag eingebrachten FPÖ-Antrag betreffend die Regulierung von Lachgas als Rauschmittel. Darin wird gefordert, dass die Landesregierung an das zuständige Bundesministerium herantritt, um eine Regulierung und mögliche Einstufung von Lachgas als Betäubungsmittel prüfen zu lassen. Insbesondere sollen der Verkauf in Automaten und Geschäften eingeschränkt sowie Aufklärungskampagnen über die Gefahren des Lachgasmissbrauchs gestartet werden. „Unser Antrag liegt am Tisch. Jetzt geht es darum, ihn ehestmöglich im Salzburger Landtag zu verhandeln und endlich politischen Druck aufzubauen. Beim Jugendschutz darf man nicht warten, bis der letzte Automat steht und der Missbrauch zur Normalität geworden ist“, betont Schöppl.
Unterstützung kommt dabei auch von Jugendreferentin LH-Stv. Marlene Svazek, die bereits angekündigt hat, dass Salzburg nicht auf die säumige Bundesregierung warten wird. „Wir haben schon bei Nikotinbeuteln gesehen, dass Salzburg handeln kann, wenn Wien schläft. Genau diesen Weg brauchen wir auch beim Lachgas. Der Bund diskutiert, die Automaten verkaufen weiter und unsere Jugendlichen zahlen den Preis“, so Schöppl. „Es braucht klare Altersgrenzen, wirksame Kontrollen und ein Ende des unkontrollierten Automatenverkaufs.“

