„Dass sich Sozialisten, Kommunisten und Grüne gegen den Erhalt des Lateinunterrichts stellen, ist bezeichnend, aber zumindest haben sie nun Farbe bekannt“, so Klubobmann Andreas Schöppl. „Offenbar geht es diesen Parteien nicht um echte Bildung, nicht um sprachliche Präzision und nicht um kulturelle Tiefe, sondern nur noch darum, den Zeitgeist zu bedienen und bewährte Bildungsinhalte Schritt für Schritt aus dem Unterricht zu drängen.“
Der freiheitliche Antrag im Ausschuss hatte das klare Ziel verfolgt, den Lateinunterricht als festen Bestandteil des österreichischen Bildungssystems zu erhalten und eine Verdrängung durch neue Fächer oder kurzfristige Strukturänderungen zu verhindern. „Latein ist weit mehr als ein bloßes Unterrichtsfach“, betont Schöppl. „Latein ist ein Schlüssel zum Verständnis der europäischen Kultur, Philosophie, Rechtsordnung und Wissenschaft. Wer dieses Fach schwächt, kappt ein Stück der geistigen Wurzeln Europas.“
Für die Freiheitlichen ist das Nein der Opposition ein weiteres Beispiel dafür, wie leichtfertig klassische Bildungsinhalte heute geopfert werden. „Während wir uns für eine fundierte Allgemeinbildung, kulturelle Identität und geistige Substanz einsetzen, stimmen SPÖ, KPÖ und Grüne lieber gegen Bewährtes und machen damit den Weg frei für eine weitere Verwässerung unseres Bildungssystems. Das ist bildungspolitisch falsch und kulturpolitisch verantwortungslos“, so Schöppl abschließend.

