„Das ist ein starkes und vor allem parteiübergreifendes Signal aus Salzburg“, so FPÖ-Verkehrssprecher LAbg. Eduard Egger zum einstimmig angenommenen Antrag der Salzburger Freiheitlichen, die bestehende Vignettenbefreiung vom Walserberg über den Knoten Salzburg bis zur Anschlussstelle Salzburg-Süd auszudehnen. „Wenn alle Fraktionen im Landtag erkennen, dass die bestehende Regelung zu kurz greift, dann ist jetzt der Bund gefordert, dieses Anliegen ernst zu nehmen und entsprechend mit der ASFINAG zu verhandeln.“ Derzeit endet die Vignettenbefreiung von der Staatsgrenze am Walserberg kommend bei Salzburg-Nord. Wer über den Knoten Salzburg auf der A10 in Richtung Salzburg-Süd weiterfahren möchte, benötigt eine Vignette. Die Freiheitlichen wollen die bestehende Ausnahme daher bis Salzburg-Süd verlängern. Ziel ist es, insbesondere bei kürzeren regionalen Fahrten den finanziellen Anreiz zu beseitigen, auf das niederrangige Straßennetz auszuweichen.
„Der Verkehr gehört dorthin, wo die Infrastruktur dafür gebaut wurde, nämlich auf die Autobahn und nicht durch die Wohngebiete von Wals-Siezenheim, Salzburg, Grödig oder Anif. Jeder Pkw, der nicht durch ein Ortsgebiet ausweicht, bedeutet weniger Belastung, weniger Lärm und mehr Verkehrssicherheit für die dort lebenden Menschen“, so Egger, der ausführt, dass eine Mautbefreiung bis Salzburg-Süd zwar nicht sämtliche Probleme des starken Reise- und Ferienverkehrs lösen, sehr wohl aber einen konkreten Fehlanreiz beseitigen kann.
Für Egger ist nach dem einstimmigen Ausschussbeschluss daher der nächste Schritt beim Bund und der ASFINAG: „Salzburg spricht hier mit einer Stimme. Jetzt ist der Bund am Zug. Wir erwarten uns, dass dieses klare Votum des Salzburger Landtags nicht in irgendeiner Schublade verschwindet, sondern rasch aufgegriffen wird. Für die Entlastung unserer Gemeinden braucht es keine neue Straße und kein jahrelanges Großprojekt, sondern eine sinnvolle Erweiterung einer bereits bestehenden Mautbefreiung.“

