05. August 2026

Marlene Svazek: Zahlen belegen positive Entwicklung in der Elementarpädagogik

Hohe Qualitätsstandards in Salzburg durch Vorhaben der Bundesregierung gefährdet

Ein Bild von LH-Stellvertreterin Marlene Svazek

LH-Stellvertreterin Marlene Svazek

„Der Ausbau der Kinderbetreuung geht in Salzburg nicht nur voran, sondern auch Hand in Hand mit gezielten Maßnahmen zur Ausbildung und Rekrutierung von qualifiziertem Personal“, stellt die ressortzuständige Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek angesichts neuester Zahlen fest.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass das Bundesland in personeller und struktureller Hinsicht gut aufgestellt ist. An den beiden BAfEP-Standorten in Salzburg und Bischofshofen mit angeschlossenen Kollegs wurden seit 2023 fast 600 neue Fachkräfte ausgebildet. Während laut wissenschaftlichen Befragungen österreichweit rund 43% der BafEP-Absolventen den konkreten Wunsch äußern, nach dem Abschluss in das Berufsfeld Elementarpädagogik einzusteigen, sind es in Salzburg regelmäßig zwischen 80-90%, bei den Kollegs sogar 90-100%.

Die Personalstruktur zeige indessen hohe Qualitätsstandards: Zwar ist es in Ausnahmefällen weiterhin möglich, dass auch Zusatzkräfte temporär die Führung einer Kindergartengruppe übernehmen, das werde jedoch nur in wenigen Fällen angewandt: Es gibt im Land 1.818 gruppenführende Fachkräfte und in nur 20 Fällen haben aktuell Zusatzkräfte die Gruppenleitung in Kindergärten übrig.

Seit dem Kindergartenjahr 2023/24 wurden immerhin rund 800 neue Plätze in Kleinkind- und alterserweiterten Gruppen geschaffen. „Nicht nur der Ausbau geht voran, die Elementarpädagogik ist in Salzburg ein attraktives Berufsfeld, sowohl in Sachen Weiterentwicklung, vor allem aber auch beim Gehalt“, so Svazek, die klarstellt, dass das Schlechtreden des Berufs angesichts der Fakten nicht mehr funktioniere.

Die aktuellen Vorhaben auf Bundesebene, einheitliche Qualitätsstandards für ganz Österreich festzusetzen, würden in Salzburg allerdings zu Qualitätsverlust und damit weniger Attraktivität führen: „Salzburg liegt im

Spitzenfeld beim Fachkraft-Kind-Schlüssel und den Gruppengrößen, sowie auch beim Gehalt. Würden wir die Vorgaben von ÖVP, SPÖ und NEOS in Salzburg umsetzen, würde das zu einer massiven Verschlechterung führen. Dagegen werden wir uns wehren“, stellt Svazek klar.


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