„Auf unsere Initiative hin kam es am Dienstag dieser Woche zur Aktion scharf gegen Automatenshops in der Salzburger Altstadt, bei dem mehrere mutmaßlich illegale und grob gesundheitsgefährdende Produkte aus dem Verkehr gezogen wurden“, geben die zuständigen Mitglieder der Landesregierung Landeshauptfrau Stellvertreterin Marlene Svazek (Jugendschutz, Gewerbe) und Landesrat Wolfgang Fürweger (Lebensmittelaufsicht, Konsumentenschutz) heute bekannt.
Aktiv geworden sei man auf Basis von Schilderungen, wonach am betreffenden Standort sogenannte Cannabinoid-Produkte verkauft würden, die mit der seit 2023 verbotenen Substanz HHC versetzt waren. Infolgedessen sei es auch zu Krankenhausaufenthalten zweier jugendlicher Konsumenten gekommen. „Hier wurde keine Regelungslücke ausgenutzt, sondern geltendes Recht grob missachtet und junge Salzburger gefährdet“, informieren Svazek und Fürweger.
Auf Anweisung von Wolfgang Fürweger kam es zunächst zu einem Lokalaugenschein durch die Lebensmittelaufsicht des Landes, die in weiterer Folge aufgrund von Gefahr in Verzug die Polizei einschaltete, um die mutmaßlich illegalen Produkte beschlagnahmen zu lassen. Die weiteren Vollzugsschritte werden durch das Bundesministerium für Justiz verantwortet.
„Wer junge Menschen aus blanker Profitgier durch verniedlichende Verpackungen und manipulatives Marketing dazu verführt, ihre Gesundheit zu gefährden, hat seine Unternehmereigenschaft verwirkt“, will Svazek nun in ihrem Zuständigkeitsbereich zusätzlich sämtliche Möglichkeiten für einen Entzug der Gewerbeberechtigung prüfen lassen.
Svazek und Fürweger appellieren abschließend unmissverständlich an sämtliche Automatenshop-Betreiber, sich ihre Verantwortung zu vergegenwärtigen: „Nur, weil man keine Mitarbeiter beschäftigt, bewegt man sich noch lange nicht im rechtsfreien Raum. Wer Jugend- und Konsumentenschutz oder gar das Strafrecht missachtet, gerät früher oder später in das Visier der Behörden und kann auf keine Nachsicht hoffen. Wir haben ein besonderes Auge auf diese Branche.“

