Salzburg ist regelmäßig mit Wolfsrissen und den damit verbundenen Belastungen für die heimische Nutztierhaltung konfrontiert. Nun wurde ein weiterer, aktueller Vorfall aus Unken gemeldet, bei dem drei Schafe gerissen wurden. Das vorliegende Rissbild weist laut fachlicher Einschätzung auf einen Wolf als Verursacher hin. Die notwendigen Untersuchungen wurden unmittelbar nach dem Vorfall eingeleitet und eine DNA-Probe an ein professionelles Labor zur Auswertung übermittelt.
Für Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek ist der neuerliche Vorfall Anlass, die bestehende Maßnahmengebietsverordnung zu erweitern. So wird künftig auch der Wildraum Saalachtal in die Maßnahmenverordnung integriert. Dieser Wildraum umfasst die drei Wildregionen Loferer und Leoganger Steinberge, Unkental sowie Reiter Steinberge – Weißbach.
„Der aktuelle Riss führt uns erneut vor Augen, worum es letztlich geht. Wolfsrisse bedeuten schweres Tierleid und verlangen dort rasches Handeln, wo die Gefahr weiterer Schäden besteht. Mit der Erweiterung des Maßnahmengebietes schaffen wir den notwendigen rechtlichen Rahmen, damit im Ernstfall schnell reagiert und weiteres Tierleid verhindert werden kann“, erklärt Svazek.
Mit der Maßnahmengebietsverordnung 2026 wurde bereits für betroffene Almregionen ein klarer rechtlicher Rahmen geschaffen, um ein gezieltes und wirksames Wolfsmanagement zu ermöglichen. Ausschlaggebend dafür sind wiederkehrende Nutztierrisse sowie die schwierigen topografischen Bedingungen im alpinen Raum, die einen wirksamen Herdenschutz auf vielen Weideflächen kaum oder gar nicht zulassen.Die Erweiterung um die drei Wildregionen im Saalachtal ist für Svazek daher ein weiterer wichtiger Baustein, um den Schutz von Nutztieren und Menschen zu gewährleisten und gleichzeitig die Bewirtschaftung der heimischen Almen langfristig abzusichern. Durch die rasch ergriffene Initiative kann die Verordnung bereits am Freitag, dem 11. September 2026, in Kraft treten.

