08. Juli 2026

Andreas Teufl: Festspiele ja – finanzieller Freibrief nein

Freiheitliche bekennen sich zur notwendigen Sanierung des Festspielbezirks, fordern aber volle Kostentransparenz und finanzielle Grenzen

Ein Bild des 2. Landtagspräsidenten Andreas Teufl

2. Landtagspräsident Andreas Teufl

„Wer bei den Salzburger Festspielen nur an große Namen, rote Teppiche und die Bühne denkt, sieht nur einen kleinen Teil ihrer tatsächlichen Bedeutung“, betont der Zweite Präsident des Salzburger Landtages, LAbg. Andreas Teufl, in der heutigen Aktuellen Stunde zur Sanierung des Festspielbezirks. „Hinter den Festspielen stehen tausende Menschen, Arbeitsplätze und Aufträge für heimische Betriebe. Genau deshalb ist die notwendige Sanierung nicht nur eine kulturelle, sondern vor allem eine wirtschaftliche und letztlich soziale Frage.“ Teufl führt aus, dass Handwerker, Techniker, Bühnenarbeiter, Mitarbeiter in Werkstätten und Verwaltung, aber auch Hotellerie, Gastronomie, Handel und zahlreiche Dienstleister direkt oder indirekt von den Salzburger Festspielen profitieren. „Die Festspiele schaffen Wertschöpfung weit über die Stadt Salzburg hinaus. Sie geben heimischen Betrieben Aufträge, sichern Arbeitsplätze und bringen Gäste in unser gesamtes Bundesland.“

Aus eigener jahrzehntelanger Erfahrung als Hotelier in Faistenau kennt Teufl diese Wirkung auch aus der Praxis. „Ich habe über dreißig Jahre lang Festspielgäste in der Alten Post beherbergt. Die wirtschaftliche Wirkung der Festspiele endet nicht am Neutor und auch nicht an der Stadtgrenze.“ Für Teufl steht daher außer Zweifel, dass die Infrastruktur des Festspielbezirks modernisiert werden muss. Bei einer Besichtigung Ende April habe er sich gemeinsam mit Vertretern aller Landtagsfraktionen selbst ein Bild von den Arbeitsbedingungen vor Ort machen können. „Viele Garderoben, Werkstätten und sanitäre Anlagen sind schlicht nicht mehr zeitgemäß. Wer dort täglich arbeitet, hat Anspruch auf vernünftige Arbeitsbedingungen. Arbeitnehmerschutz und Brandschutz dürfen bei einem Festival von Weltrang nicht irgendwo im letzten Jahrhundert stehen bleiben.“ Gerade die Mitarbeiter hinter den Kulissen seien das Rückgrat des Festspielbetriebs.

Gleichzeitig muss bei einem Projekt dieser Größenordnung der verantwortungsvolle Umgang mit öffentlichen Mitteln gewährleistet bleiben. „Ein notwendiger Umbau darf kein Freibrief für unbegrenzte Ausgaben sein. Aber genauso falsch wäre es, die Sanierung auf eine reine Kostendebatte zu reduzieren und dabei die Arbeitsplätze, die heimische Wirtschaft und die Beschäftigten völlig auszublenden. Wir erwarten aber volle Kostentransparenz und einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld. Beides gehört zusammen“, so Teufl abschließend.


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