17. Juli 2026

Dominic Maier: Tierheim darf nicht zur Dauerverwahrstelle werden

Vermittlung in verantwortungsvolle Hände muss oberste Priorität haben

„Ein Tierheim für Tiere in Not darf niemals zur Dauerverwahrstelle aus überzogener Vorsicht werden“, erklärt der freiheitliche Tierschutzsprecher LAbg. Dominic Maier angesichts vermehrter Beschwerden über die Vergabepraxis des Tierschutzvereins für Stadt und Land Salzburg. „Selbstverständlich muss vor jeder Vermittlung sorgfältig geprüft werden, ob ein künftiger Tierhalter die notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Niemand verlangt, Tiere ohne Beratung und Kontrolle an den Erstbesten abzugeben. Zwischen einer verantwortungsvollen Auswahl und einer nahezu unüberwindbaren Vermittlungshürde liegt allerdings ein gewaltiger Unterschied. Wer bereit ist, einem Tier dauerhaft ein liebevolles und artgerechtes Zuhause zu geben, darf nicht grundsätzlich wie ein ungeeigneter Bittsteller behandelt werden.“ Auf seiner Homepage erklärt das Tierheim ausdrücklich, es reicht nicht aus, wenn Interessenten sagen: „Ich liebe Tiere“ oder „Ich will ein Tier retten“. Vorgesehen sind unter anderem ein persönliches Vorgespräch mit allen Familienmitgliedern sowie eine anschließende Besichtigung des künftigen Platzes. „Die Liebe zu Tieren ersetzt natürlich nicht die Prüfung der tatsächlichen Lebensumstände. Sie ist aber wohl die wichtigste Grundvoraussetzung dafür, überhaupt Verantwortung für ein Tier übernehmen zu wollen. Diese Motivation von vornherein geringzuschätzen, ist völlig unangebracht“, kritisiert Maier. Die Kontrollen müssen nachvollziehbar, verhältnismäßig und auf das konkrete Tier abgestimmt sein, anstatt jeden Bewerber einem pauschalen Misstrauensprogramm zu unterziehen. Widersprüchlich ist, dass das Tierheim in seinem eigenen Leitbild festhält, für die aufgenommenen Tiere soll „ehestmöglich ein guter Platz für immer“ gefunden werden. „Genau daran muss sich die Einrichtung messen lassen. Auch das engagierteste Tierheim kann ein geeignetes privates Zuhause nicht ersetzen. Dauerhafter Lärm, zahlreiche andere Tiere, wechselnde Bezugspersonen und die Unterbringung in einem Heim sind für ein vermittelbares Tier sicherlich nicht besser als ein verantwortungsvoller Platz bei Menschen, die sich bewusst für dieses Tier entschieden haben“, betont Maier. Wie maßlos die Kriterien ausgelegt werden, zeigt der Fall eines Bewerbers, dem eine Katze verweigert wurde, weil sein Haus an einer Straße liegt. „Wenn bereits die bloße Nähe zu einer Straße als Ausschlussgrund gilt, dürfte in Österreich praktisch kein Haus mehr für eine Katzenhaltung geeignet sein“, kritisiert Maier. „Denn 100 Prozent der Häuser in Österreich liegen an einer Straße!“ Kritik an der Vermittlungspraxis des Salzburger Tierheims wurde bereits wiederholt öffentlich geäußert. Bereits in den Jahren 2010, 2016 und 2020 berichteten Medien über Beschwerden, wonach geeignete Interessenten abgewiesen und Tiere zu selten weitervermittelt würden. Der Verein wies diese Vorwürfe jeweils zurück. „Wenn sich dieselben Beschwerden jedoch über viele Jahre hinweg wiederholen, darf man sie nicht einfach als Unverständnis oder unangemessenes Auftreten einzelner Interessenten abtun“, erklärt Maier. Der freiheitliche Tierschutzsprecher fordert daher transparente und überprüfbare Vergabekriterien, nachvollziehbare Begründungen bei Ablehnungen sowie eine Offenlegung der jährlichen Vermittlungszahlen und der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer. „Wo öffentliche Mittel eingesetzt werden, muss auch die öffentliche Hand genau hinsehen. Tierwohl darf kein Totschlagargument sein, mit dem jede noch so fragwürdige Ablehnung gerechtfertigt wird. Das Ziel muss lauten, so viel sorgfältige Kontrolle wie notwendig, aber auch so rasche Vermittlung wie möglich. Denn das beste Tierheim bleibt immer nur die zweitbeste Lösung nach einem guten Zuhause“, so Maier, der für nächste Woche Gespräche mit dem Salzburger Tierheim ankündigt.

Landtagsabgeordneter Dominic Maier

„Ein Tierheim für Tiere in Not darf niemals zur Dauerverwahrstelle aus überzogener Vorsicht werden“, erklärt der freiheitliche Tierschutzsprecher LAbg. Dominic Maier angesichts vermehrter Beschwerden über die Vergabepraxis des Tierschutzvereins für Stadt und Land Salzburg. „Selbstverständlich muss vor jeder Vermittlung sorgfältig geprüft werden, ob ein künftiger Tierhalter die notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Niemand verlangt, Tiere ohne Beratung und Kontrolle an den Erstbesten abzugeben. Zwischen einer verantwortungsvollen Auswahl und einer nahezu unüberwindbaren Vermittlungshürde liegt allerdings ein gewaltiger Unterschied. Wer bereit ist, einem Tier dauerhaft ein liebevolles und artgerechtes Zuhause zu geben, darf nicht grundsätzlich wie ein ungeeigneter Bittsteller behandelt werden.“

Auf seiner Homepage erklärt das Tierheim ausdrücklich, es reicht nicht aus, wenn Interessenten sagen: „Ich liebe Tiere“ oder „Ich will ein Tier retten“. Vorgesehen sind unter anderem ein persönliches Vorgespräch mit allen Familienmitgliedern sowie eine anschließende Besichtigung des künftigen Platzes. „Die Liebe zu Tieren ersetzt natürlich nicht die Prüfung der tatsächlichen Lebensumstände. Sie ist aber wohl die wichtigste Grundvoraussetzung dafür, überhaupt Verantwortung für ein Tier übernehmen zu wollen. Diese Motivation von vornherein geringzuschätzen, ist völlig unangebracht“, kritisiert Maier. Die Kontrollen müssen nachvollziehbar, verhältnismäßig und auf das konkrete Tier abgestimmt sein, anstatt jeden Bewerber einem pauschalen Misstrauensprogramm zu unterziehen. Widersprüchlich ist, dass das Tierheim in seinem eigenen Leitbild festhält, für die aufgenommenen Tiere soll „ehestmöglich ein guter Platz für immer“ gefunden werden. „Genau daran muss sich die Einrichtung messen lassen. Auch das engagierteste Tierheim kann ein geeignetes privates Zuhause nicht ersetzen. Dauerhafter Lärm, zahlreiche andere Tiere, wechselnde Bezugspersonen und die Unterbringung in einem Heim sind für ein vermittelbares Tier sicherlich nicht besser als ein verantwortungsvoller Platz bei Menschen, die sich bewusst für dieses Tier entschieden haben“, betont Maier. Wie maßlos die Kriterien ausgelegt werden, zeigt der Fall eines Bewerbers, dem eine Katze verweigert wurde, weil sein Haus an einer Straße liegt. „Wenn bereits die bloße Nähe zu einer Straße als Ausschlussgrund gilt, dürfte in Österreich praktisch kein Haus mehr für eine Katzenhaltung geeignet sein“, kritisiert Maier. „Denn 100 Prozent der Häuser in Österreich liegen an einer Straße!“

Kritik an der Vermittlungspraxis des Salzburger Tierheims wurde bereits wiederholt öffentlich geäußert. Bereits in den Jahren 2010, 2016 und 2020 berichteten Medien über Beschwerden, wonach geeignete Interessenten abgewiesen und Tiere zu selten weitervermittelt würden. Der Verein wies diese Vorwürfe jeweils zurück. „Wenn sich dieselben Beschwerden jedoch über viele Jahre hinweg wiederholen, darf man sie nicht einfach als Unverständnis oder unangemessenes Auftreten einzelner Interessenten abtun“, erklärt Maier. Der freiheitliche Tierschutzsprecher fordert daher transparente und überprüfbare Vergabekriterien, nachvollziehbare Begründungen bei Ablehnungen sowie eine Offenlegung der jährlichen Vermittlungszahlen und der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer. „Wo öffentliche Mittel eingesetzt werden, muss auch die öffentliche Hand genau hinsehen. Tierwohl darf kein Totschlagargument sein, mit dem jede noch so fragwürdige Ablehnung gerechtfertigt wird. Das Ziel muss lauten, so viel sorgfältige Kontrolle wie notwendig, aber auch so rasche Vermittlung wie möglich. Denn das beste Tierheim bleibt immer nur die zweitbeste Lösung nach einem guten Zuhause“, so Maier, der für nächste Woche Gespräche mit dem Salzburger Tierheim ankündigt.


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