16. Oktober 2026

LH-Stv. Svazek: Offene Grenzen sind keine Lösung für Probleme am Arbeitsmarkt

Jugendarbeitslosigkeit in Salzburg sinkt / AMS muss Verantwortung für Lehrstellen-Matching wahrnehmen

Ein Bild von LH-Stellvertreterin Marlene Svazek

LH-Stellvertreterin Marlene Svazek

Als „durchschaubaren rhetorischen Trick, mit dem die berechtigten, migrationsbezogenen Sorgen der Bevölkerung ins Lächerliche gezogen werden sollen“, kritisiert Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek, zuständig für Integration und Arbeitsmarkt, die anlässlich seines Salzburg-Besuchs getätigte Aussage von AMS-Chef Johannes Kopf, wonach „wer keine Ausländer will, länger arbeiten“ müsse.

„Kopf baut hier bewusst eine falsche Dichotomie auf. Die Menschen sind aber nicht dumm und können genau unterscheiden, ob es sich bei besagten ‚Ausländern‘ um EU-Bürger etwa aus Deutschland handelt, die zum Arbeiten über die Grenze fahren, oder um kulturell inkompatible Asylmigranten, die laut offiziellen Statistiken zu mehr als 50% nicht erwerbstätig sind. Dass letztere Gruppe unsere Sozialsysteme entlasten und die Pensionen retten sollen, ist ein abgedroschener Schmäh aus den unseligen Zeiten der Willkommenskultur des Jahres 2015“, so Svazek.

Besonders pikant seien in diesem Zusammenhang die jüngsten Entscheidungen des Arbeitsmarktservice Salzburg: „Das AMS Salzburg verweigert reihenweise österreichischen Interessenten den Zugang zum Pflegestudium und damit die Fachkraftausbildung, und gleichzeitig pilgert Kopf nach Salzburg und predigt mehr Zuwanderung als Mittel gegen den Arbeitskräftemangel – das ist Politik gegen die eigene Bevölkerung“, findet Svazek deutliche Worte.

Auch Kopfs Aussage, wonach sich der Lehrlingsarbeitsmarkt in Salzburg negativer als in anderen Bundesländern entwickle, will Svazek so nicht stehen lassen: „Die schlechte Wirtschaftspolitik der Bundesregierung schlägt natürlich auch in Salzburg durch, aber gleichzeitig haben wir den bundesweit höchsten Anteil an Lehre mit Matura und etwa mit dem Talente- und Karrierecheck echte Vorzeigeprojekte in diesem Bereich.“

Auch die Jugendarbeitslosigkeit gehe in Salzburg zurück, und zwar um acht Prozent im Jahresvergleich. „Salzburger Lehrstellensuchende können im Gegensatz zum Bund nach wie vor aus mehreren Stellen auswählen, das Matching zwischen Interessenten und Betrieben ist aber schon noch Aufgabe des AMS - und die Unternehmen sind damit längst nicht alle durchgehend zufrieden. Eine ehemalige Landesgeschäftsführerin, die in diesem Bereich sehr gute Arbeit geleistet hat, wurde auf Geheiß roter Netzwerke bekanntlich brutal abgesägt – eine AMS-interne Intrige zum Schaden des Salzburger Arbeitsmarkts, die weiterhin nach Aufklärung schreit“, schließt Svazek.


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