11. Juni 2026

Marlene Svazek: Jugendschutz endlich ernst nehmen

Salzburg geht in die Offensive für Lachgas-Verbot und Extremismusprävention!

Ein Bild von LH-Stellvertreterin Marlene Svazek

LH-Stellvertreterin Marlene Svazek

„Seit Monaten thematisieren die Freiheitlichen die Problematik rund um die unkontrollierte Abgabe von Lachgas an Jugendliche medial, im Landtag und auf Bundesebene – bisher leider ohne entsprechende Resonanz aus Wien, obwohl die gesundheitlichen Risiken eklatant sind und der Missbrauch der Substanz als ‚Partydroge‘ immer mehr um sich greift“, kommentiert Salzburgs LH-Stv. und Jugendlandesrätin Marlene Svazek anlässlich der bevorstehenden Konferenz der Landesjugendreferenten in St. Pölten am Freitag.

„Jetzt unternehmen wir einen neuen Anlauf und werden die Bundesregierung aktiv dazu auffordern, zwei ganz konkrete Punkte umzusetzen – nämlich ein bundesweites gesetzliches Verbot der Abgabe von Lachgas an Jugendliche im Handel sowie verbindliche Altersbeschränkungen samt Kontrolle im Onlinehandel und in Automatenshops. Diesen Antrag werden die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich gemeinsam einbringen, um zu bekräftigen, wie dringlich der Handlungsbedarf in diesem Bereich ist“, so Svazek, die sich dafür bei ihren Kollegen in der oberösterreichischen Landesregierung für die Kooperation über Parteigrenzen hinweg ausdrücklich bedankt.

Der missbräuchliche Konsum von Lachgas sei „kein Spaß, auch wenn sich bestimmte Parteienvertreter speziell aus den Reihen der NEOS gerne aus einem reichlich infantilen Liberalitätsverständnis heraus über unsere Forderungen nach einem Verbot lustig machen. In Wahrheit kann der Konsum nämlich gravierende Folgeschäden nach sich ziehen – von Sauerstoffmangel über Nerven- und Lungenschäden bis hin zu Herzproblemen, was auch von Medizinern bestätigt wird.“

„Hinzu kommt, das skrupellose Automatenshop-Betreiber diese Kartuschen gerne in einer vermeintlich ‚lustigen‘ Aufmachung vermarkten und quasi als Draufgabe auch noch gemeinsam mit Luftballons verkaufen – mit dieser Geschäftemacherei auf Kosten der Jugendgesundheit muss endlich Schluss sein!“, so Svazeks klare Forderung.
Salzburg wird in St. Pölten aber auch einen weiteren aktuellen Aspekt in Sachen Jugendschutz aufs Tapet bringen, erläutert Svazek: „Radikalisierung und Extremismus unter Jugendlichen nehmen leider beständig zu, speziell auch unter jungen Muslimen, wie aktuelle Erhebungen beweisen. Auch in unserem Bundesland gibt es diese Probleme, gleichzeitig sind wir führend, was die Vernetzung zwischen außerschulischer Jugendarbeit und den Sicherheitsbehörden angeht – diese Best-Practice-Beispiele wollen wir mit den anderen Bundesländern auf der Konferenz teilen.“

Konkret verweist die Landeshauptmann-Stellvertreterin in diesem Zusammenhang etwa auf die durch Fachkräfte der Jugendarbeit im Landesverein Akzente absolvierten Staatsschutz-Schulungen zur Früherkennung von Radikalisierung oder die regelmäßige Teilnahme von Präventionsbeamten an Vernetzungstreffen der Jugendzentren. „Im Rahmen der Integrationsleitbild-Enquete im Salzburger Landtag hat es genau zu diesem Thema erst gestern einen spannenden Vortrag samt Diskussion gegeben – mit dem Ergebnis, dass auch die grünkommunistische Opposition reichlich überrascht anerkennen musste, dass Salzburg unter freiheitlicher Regierungsverantwortung in diesem Bereich äußerst aktiv ist“, schließt Svazek.


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