21. August 2026

Naturschutz: Svazek will zusätzliche Vorsorgeflächen für den Katastrophenfall

Insbesondere Pinzgau betroffen, Sicherheit der Bevölkerung muss Vorrang haben

Ein Bild von LH-Stellvertreterin Marlene Svazek

LH-Stellvertreterin Marlene Svazek

Landeshauptfrau Stellvertreterin und Naturschutzreferentin Marlene Svazek will im Bundesland zusätzliche Vorsorgeflächen für den Katastrophenfall schaffen, wobei der Handlungsbedarf insbesondere im Pinzgau groß sei. Ziel sei es, mehr geeignete Flächen festzulegen, auf denen im Ereignisfall rasch und ohne naturschutzrechtliche Verzögerungen gehandelt werden könne, um Material zu lagern und Infrastruktur wiederherzustellen.

„Nach Gesprächen insbesondere im Oberpinzgau steht für mich fest, dass es an ausreichend definierten Vorsorgeflächen für den Katastrophenfall mangelt. Wir müssen jene Bereiche, die im Ernstfall benötigt werden, vorausschauend festlegen und naturschutzrechtlich so vorbereiten, dass rasches Handeln möglich ist“, erklärt Svazek. Die Prioritätenreihung sei dabei eindeutig und alle Beteiligten gefordert, vernünftige Lösungen zu finden. „Naturschutz ist eine zentrale öffentliche Aufgabe. Wo Menschenleben, Siedlungsräume und kritische Infrastruktur bedroht sind, darf im unmittelbaren Katastrophenfall daraus kein Zielkonflikt zulasten der Sicherheit der Bevölkerung entstehen“, stellt Svazek die politische Intention klar.

Gerade im Pinzgau stoße die derzeitige Situation zunehmend auf Unverständnis „Katastrophenschutz beginnt mit Vorsorge, deshalb müssen wir heute jene praktischen Voraussetzungen schaffen, die morgen ein unverzügliches Eingreifen ermöglichen“, so Svazek. Neben der Ausweisung geeigneter Vorsorgeflächen kündigt Svazek auch eine gesetzliche Klarstellung an. Im Zuge einer Novelle soll unmissverständlich geregelt werden, dass bei Hochwasser und vergleichbaren Katastrophenlagen der Schutz von Menschenleben und die unmittelbare Gefahrenabwehr Vorrang haben.

Im nächsten Schritt soll eine gemeinsame Begehung stattfinden, bei der die konkreten Erfordernisse vor Ort erhoben und geeignete Flächen identifiziert werden. Svazek erwartet sich davon eine sachorientierte Zusammenarbeit aller Beteiligten und verträgliche Lösungen: „Entscheidend ist, dass wir die notwendigen Fragen klären, bevor die nächste Katastrophe diese Entscheidungen unter Zeitdruck erzwingt. Der Hochwasserschutz wird uns weiterhin begleiten, im Naturschutz werden wir unsere Hausaufgaben dahingehend definitiv machen.“


© 2026 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.