30. September 2026

Svazek/Fürweger: Stipendium für Pflegekräfte muss erhalten bleiben!

Restriktiver AMS-Kurs nicht akzeptabel – Personalbedarf in Salzburg ungebrochen hoch

Ein Bild von LH-Stellvertreterin Marlene Svazek und Landesrat Dr. Wolfgang Fürweger

LH-Stellvertreterin Marlene Svazek und Landesrat Dr. Wolfgang Fürweger

Mehr als irritiert reagieren die beiden zuständigen freiheitlichen Mitglieder der Landesregierung, Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (Arbeitsmarkt) sowie Landesrat Wolfgang Fürweger (Soziales) auf die zunehmende Verweigerung von Pflegestipendien durch das Salzburger Arbeitsmarktservice: „Von Interessenten und aus Fachkreisen bekommen wir die eindeutige Rückmeldung, dass Anträge reihenweise negativ beschieden werden – dem Vernehmen nach mit der Begründung, Salzburg habe laut Medienberichten ohnehin bereits ausreichend Pflegekräfte.“

„Welche Berichte dieser abenteuerlichen Interpretation zugrunde liegen sollen, weiß ich nicht – die seriösen Daten, auf denen die Pflegeplanung des Landes basiert, können es jedenfalls nicht sein“, erläutert Fürweger. „Bis 2035 werden wir 1.570 zusätzliche Pflegekräfte brauchen, speziell in der Langzeitpflege und auch der Teilhabe. Sollte tatsächlich eine faktische Abschaffung des Pflegestipendiums durch das AMS im Raum stehen, wäre das ein gewaltiger Rückschlag für die soziale Versorgungslandschaft.“

Svazek erinnert indessen daran, dass man schon einmal politisch intervenieren musste, um in diesem Bereich Schaden abzuwenden: „Die geplante Abschaffung der Zuverdienstmöglichkeit für Stipendiaten wurde durch das SPÖ-geführte Sozialministerium erst zurückgezogen, nachdem wir Alarm geschlagen haben. Nun scheint man über das erst kürzlich ‚umgefärbte‘ AMS Salzburg wiederum die Axt im Pflegebereich anzusetzen. Und das alles, während sich die Salzburger Sozialdemokratie, deren Chef ja auch im AMS-Landesdirektorium Sitz und Einfluss hat, nach außen hin als angebliche Schutzpatronin der Pflege inszeniert.“

Der abschließende Appell seitens Svazek und Fürweger ist klar: „Das Stipendium muss für Pflegekräfte geöffnet bleiben – der Bedarf dafür ist statistisch eindeutig. Die Landesregierung hat ihrerseits durch die begonnene Umsetzung der aus der Pflegeplattform III abgeleiteten Maßnahmen sowie zusätzliche Mittel von 45 Millionen Euro die Weichen für die Zukunft gestellt. Jetzt muss auch das SPÖ-dominierte AMS seinen Beitrag leisten und darf sich nicht aus der gemeinsamen Verantwortung stehlen.“


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