Mit scharfer Kritik reagiert Sportlandesrat Martin Zauner auf die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Nordische Kombination aus dem olympischen Programm zu streichen. Für Zauner ist dieser Schritt weder sportlich noch sachlich nachvollziehbar und ein herber Rückschlag für eine traditionsreiche Disziplin mit großer Bedeutung für Österreich und den heimischen Nachwuchssport.
„Wenn ich an die Nordische Kombination denke, fällt mir sofort die großartige Teamleistung der Österreicher bei den Olympischen Spielen in Turin ein. Das Quartett mit Michael Gruber, Christoph Bieler, Felix Gottwald und Mario Stecher hat damals mit einem sensationellen Zielsprint gegen das hoch favorisierte deutsche Team österreichische Sportgeschichte geschrieben. Solche Momente begeistern Generationen und sind das Herz des olympischen Gedankens“, erinnert Zauner.
Für den Sportlandesrat ist die Entscheidung des IOC daher ein völlig falsches Signal: „Die Streichung der Nordischen Kombination aus dem olympischen Programm ist fatal und in keiner Weise nachvollziehbar. Sie zeigt einmal mehr, dass bei manchen IOC-Funktionären der eigentliche sportliche Gedanke längst in den Hintergrund gerückt ist. Statt Leistung, Tradition und sportliche Vielfalt zu bewahren, scheinen zunehmend andere Interessen im Vordergrund zu stehen – sehr zum Nachteil einer faszinierenden Sportart.“
Neben den sportlichen Auswirkungen verweist Zauner auch auf die Folgen für den Standort Salzburg. „Diese Entscheidung bleibt nicht ohne Konsequenzen. Sie wird auch Auswirkungen auf einzelne Förderschienen im Land Salzburg haben. Wir werden diese Entwicklungen nun genau analysieren und in den nächsten Tagen und Wochen die notwendigen Reaktionen und Anpassungen prüfen. Unser Ziel bleibt es, den nordischen Sport und unsere Athletinnen und Athleten bestmöglich zu unterstützen.“

